Digitale Müllentsorgung dank Sensorsystem
Schüler des Technischen Gymnasiums Singen haben ein smartes Sensorsystem für Unterflurmülleimer entwickelt, das mithilfe moderner Funktechnologie die Müllentsorgung effizienter und digital gesteuert möglich macht.
Im Singener Stadtgebiet befinden sich rund 50 Unterflurmülleimer mit einem hohen Fassungsvermögen von jeweils 1000 Litern - aufgrund ihres großen Volumens ist eine Leerung durch die Stadtreinigung seltener notwendig. Gleichzeitig lässt sich der Entsorgungsbedarf schwerer einschätzen.
Dass Müllentsorgung zukünftig noch effizienter ablaufen kann, setzten sich 21 Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Technischen Gymnasiums der Hohentwiel-Gewerbeschule innerhalb einer Projektarbeit zum Ziel. In Kooperation mit der Stadt Singen sowie der IT- und Software-Firma Sybit, entwickelten sie ein innovatives Konzept in welchem spezielle Abstandssensoren und die LoRaWAN-Technologie (Long Range Wide Area Network = eine Funknetzwerk-Technologie) zum Einsatz kamen. Durch Erfassung der Distanz zwischen Müll und oberem Rand des Behälters kann digital Auskunft über die jeweilige Füllhöhe gegeben werden. Der prozentuale Füllstand ist inklusive Positionsanzeige des Mülleimers online abrufbar. Auf diese Weise können volle Behälter gezielt angefahren werden.
Oberbürgermeister Bernd Häusler bedankt sich bei der abschließenden Vorstellung aller beteiligten Projektgruppen und -ergebnisse für das Engagement und hebt hervor, dass das Thema Digitalisierung in der Stadtverwaltung in verschiedenen Bereichen zunehmend Einzug halte. Besonders freut den Rathauschef, dass durch den digitalen Fortschritt auch die konkrete „Unterstützung unserer Technischen Dienste im Arbeitseinsatz“ mittlerweile möglich sei und dass die Schülerinnen und Schüler durch „Wissen und Innovationskraft“ aktiv dazu beigetragen hätten.
Schulleiter der Hohentwiel-Gewerbeschule, Stefan Fehrenbach, freut sich ebenfalls über den Projekterfolg und betont, dass mit „vielen motivierten und engagierten Schülern“ sowie einem unterstützenden Lehrerteam die „wichtigsten zwei Zutaten“ zusammengekommen wären.
Aktuell sind bereits fünf Mülleimer – sogenannte „CiTBINs“ – im Singener Stadtgebiet mit der neuen Technik ausgestattet. Langfristig sollen weitere Standorte hinzukommen, um die Müllentsorgung durch verbesserte Routenplanung noch effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
