Unterführung am Ziegeleiweiher gemeinsam neugestaltet
Auf Initiative der Singener Kriminalprävention und unter der künstlerischen Leitung von Bert Binnig verliehen rund 70 Engagierte der Unterführung am Ziegeleiweiher einen neuen Anstrich.
Die Unterführung am Ziegeleiweiher hat durch vereintes Engagement einen neuen Anstrich erhalten. In den Herbstferien fanden sich rund 70 Helferinnen und Helfer aus der Singener Nordstadt zusammen um das Gemeinschaftsprojekt der Singener Kriminalprävention (SKP), unter der künstlerischen Leitung von Bert Binnig, zu unterstützen.
In der zweiwöchigen Vorbereitungsphase wurde die Unterführung zunächst gründlich gereinigt, um anschließend die Wände für die Neugestaltung ausbessern und neu grundieren zu können. Im Rahmen der Ferienaktion kamen dann zahlreiche kleine und große Künstlerinnen und Künstler zusammen um mit Pinsel, Walze und Farbe kreativ zu werden. Egal ob und wie viel Erfahrung bereits vorhanden war – alle konnten sich einbringen und an der Gestaltung beteiligen. Die Unterführung war hierfür in Farb- und Motivabschnitte unterteilt, die gruppenweise zugeteilt wurden.
„Die Resonanz und die große Bereitschaft zur Mithilfe übertrafen alle Erwartungen“, zeigt sich Marcel Da Rin der SKP begeistert von der Einsatzbereitschaft. Im Vorfeld waren schon zahlreiche Anmeldungen zur Teilnahme eingegangen, etliche Interessierte gesellten sich auch spontan dazu. „Es hat riesigen Spaß gemacht gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Neugestaltung der Unterführung umzusetzen. Alle Generationen waren vertreten und mit viel Freude dabei, dadurch konnten wir alles planmäßig fertigstellen“, so Da Rin.
Auch Künstler Bert Binnig freute sich über die Unterstützung sowie über den positiven Zuspruch. Manche Spazier- oder Gassigängern seien zufällig vorbeigekommen und hätten am darauffolgenden Tag mitgestalten wollen, so Binnig. Für den Künstler sei es ein großer Mehrwert, wenn Menschen aus dem direkten Wohnumfeld einbezogen werden können und dann auch mit viel Motivation und Freude am Projekt mitwirken. Der Künstler schätze zudem die „Dynamik“, die sich durch die Vielseitigkeit aller Beteiligten entwickle.
Ein zentraler Aspekt des Vorhabens war neben der optischen Verschönerung auch einen sogenannten potentiellen „Angstraum“ zu entschärfen, erklärt Marcel Da Rin. Durch ansprechende Gestaltung sollen Orte eine positivere Wahrnehmung erfahren und mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Die Unterführung hätte sich im Zuge der Aktion zu einem freundlicheren, farbenfroheren und heller wirkenden Ort entwickelt, so Da Rin. Seinen ausdrücklichen Dank hierfür richtete er an alle Beteiligten für ihren tatkräftigen Einsatz und betont zugleich, dass die gemeinsame Umsetzung auch das Gemeinschaftsgefühl und das kollektive Verantwortungsbewusstsein für den öffentlichen Raum stärken würde. Außerdem hätte das Projekt für Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener Lebenswelten geführt und gezeigt, was sich im Miteinander bewegen lässt.
