Stadt Singen startet in Freibadsaison mit nahezu klimaneutraler Energieversorgung

Mit Start der Freibadsaison am 9. Mai nutzt das Aachbad dank PV-Anlage auf der Scheffelhalle rund 90 Prozent lokal erzeugte erneuerbare Energie.

Mit dem Beginn der Freibadsaison am 9. Mai setzt die Stadt Singen ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz: Durch die energetische Kopplung mit der PV-Anlage auf der neuen Scheffelhalle kann das Aachbad ab dieser Saison zu rund 90 Prozent mit lokal erzeugter, erneuerbarer Energie versorgt werden.

„Mit dem Aachbad zeigen wir, wie kommunaler Klimaschutz ganz konkret funktioniert: Energie wird dort erzeugt und genutzt, wo sie gebraucht wird. Das stärkt den Klimaschutz, erhöht die Wirtschaftlichkeit und macht unsere Infrastruktur zukunftsfähig“, sagt Mathias Böhmisch, verantwortlicher städtischer Energiemanager.

Herzstück des Energiekonzepts ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Scheffelhalle, die im Zuge des Neubaus durch die Stadt Singen errichtet und Ende 2025 in Betrieb genommen wurde. Mit einer Leistung von 289 Kilowattpeak erzeugt sie jährlich rund 265.000 Kilowattstunden Strom.

Dieser Ertrag übersteigt insbesondere in den Sommermonaten den Bedarf der Scheffelhalle deutlich. Daher wird der erzeugte Solarstrom überwiegend im benachbarten Aachbad genutzt. Rund 60 Prozent des Stroms können so direkt vor Ort verbraucht werden, lediglich rund 40 Prozent werden ins öffentliche Netz eingespeist.

Im Aachbad selbst werden jährlich rund 350.000 Kilowattstunden Strom benötigt – unter anderem für Attraktionen wie Strömungskanal, Brodelbucht und Rutschen, aber auch für Filtertechnik und die Wärmepumpe zur Beheizung des Beckenwassers. In Kombination mit einer bereits installierten Wasser-Wasser Wärmepumpe aus der vorbeifließenden Aach und großflächiger Solarthermie kann die Stadt Singen den thermischen und elektrischen Energiebedarf des Freizeitbades von insgesamt circa 1400 MWh jährlich zu etwa 90 Prozent lokal und erneuerbar decken und erreicht damit nahezu vollständige Energieautarkie.