Stadt Singen präsentiert Wanderausstellung „Orte der Demokratie“
Anfang Mai verwandelt sich der Stadionzaun entlang der Radolfzeller Straße am Hohentwielstadion in eine Open-Air-Galerie: „Deine Orte der Demokratiegeschichte“.
Demokratiegeschichte dort erleben, wo das moderne Leben pulsiert: Anfang Mai verwandelt sich der Stadionzaun entlang der Radolfzeller Straße am Hohentwielstadion in eine Open-Air-Galerie. Die Stadt Singen mit der Singener Kriminalprävention (SKP) präsentiert alle 18 Banner der bundesweiten Wanderausstellung „Deine Orte der Demokratiegeschichte“ und setzt damit ein sichtbares Zeichen für politische Teilhabe und historische Bildung im öffentlichen Raum.
Auch die Hohentwielstadt, mit seinem Hohentwielstadion und dem Fußball, ist eng mit deutscher Geschichte verbunden. Am 5. Juli 1954, einen Tag nach dem „Wunder von Bern“, wurde die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf ihrer Rückreise aus der Schweiz in Singen von ca. 30.000 begeisterten Menschen am Hauptbahnhof empfangen.
Singen war somit ein zentraler Punkt bei der Rückkehr der Mannschaft aus Bern. Der WM-Sieg galt als Balsam für die deutsche Seele und trug zum Aufbau des nationalen Selbstbewusstseins nach dem Krieg bei. Just vier Wochen später, im August 1954, wurde das Hohentwielstadion eingeweiht.
Ein starkes Signal für Singen
Oberbürgermeister Bernd Häusler unterstreicht die Bedeutung der Aktion: „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein fortwährender Prozess, der Sichtbarkeit braucht. Indem wir diese 18 Meilensteine unserer Geschichte direkt an die Radolfzeller Straße bringen, machen wir Bildung barrierefrei zugänglich.“
Geschichte zum Mitnehmen im Vorbeigehen
Statt in geschlossenen Museumsräumen begegnet die Ausstellung den Menschen direkt im Alltag. Auf den großformatigen Bannern werden zentrale Schauplätze der deutschen Demokratiegeschichte lebendig – von der Frankfurter Paulskirche als die Wiege der Demokratie, bis hin zu lokalen Aufbrüchen. Die Zaunplanen verbinden historische Meilensteine mit der Frage: Was bedeutet Demokratie heute für uns?
Die Ausstellung wurde von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte erarbeitet und zur Verfügung gestellt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Singener Kriminalprävention (+49 7731 85-544 oder skp@singen.de).