Stadt kauft das Singener Schloss – Oberbürgermeister dankt Städtebauförderung

Der unterzeichnete Kaufvertrag bestätigt formell, was der Gemeinderat beschlossen hat: Die Stadt Singen hat am 15. Oktober 2026 das Singener Schloss gekauft. 

Nach dem Kauf des Singener Schlosses (von links): Bernhard Ölz (Vorstandsvorsitzender der PRISMA Unternehmensgruppe), Oberbürgermeister Bernd Häusler, Georg Graf Vetter von der Lilie, Stefan Nachbaur (Geschäftsführer PRISMA Deutschland) und Raimund Klausner (Finanzvorstand der PRISMA Unternehmensgruppe). Foto: PRISMA
Nach dem Kauf des Singener Schlosses (von links): Bernhard Ölz (Vorstandsvorsitzender der PRISMA Unternehmensgruppe), Oberbürgermeister Bernd Häusler, Georg Graf Vetter von der Lilie, Stefan Nachbaur (Geschäftsführer PRISMA Deutschland) und Raimund Klausner (Finanzvorstand der PRISMA Unternehmensgruppe). Foto: PRISMA

Die Unterschrift von Georg Graf Vetter von der Lilie, Finanzvorstand der PRISMA Unternehmensgruppe Raimund Klausner und Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler unter den Kaufvertrag bestätigten nun formell, was der Gemeinderat beschlossen hat: Die Stadt Singen hat am 15. Oktober 2026 offiziell das Singener Schloss gekauft.

Häusler betonte in diesem Zusammenhang, dass der Ankauf des für unsere Stadt bedeutenden historischen Schlossgebäudes und des gesamten Schlossparks nur dank der hohen Städtebauförderung des Landes Baden-Württemberg möglich gewesen sei. Im Frühjahr hatte Regierungspräsident Carsten Gabbert persönlich den Aufstockungsbescheid in Höhe von 1,3 Millionen Euro für die Erweiterung der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme „Scheffelareal“ an die Stadt übergeben. Nach Förderzusage zahlt die Stadt eine Restsumme von ca. 1,8 Millionen Euro für den Ankauf des Schlosses.

Durch Fördermittel der Städtebauförderung seien auch die notwendigen Investitionen im Singener Schloss in der Zukunft möglich, beispielsweise in eine neue Heizung, erklärte der OB. Städtische Finanzmittel seien hierfür im Haushalt 2027 eingeplant, so Häusler weiter.

Im Schloss, das 1809 bis 1810 vom Grafen Enzenberg errichtet wurde, befindet sich das archäologische Hegau-Museum der Stadt Singen mit seiner bedeutenden Sammlung, die bis in die Steinzeit zurückreicht. Zudem ist die Kreisarchäologie im zweiten Obergeschoss beheimatet. Überlegungen über die weitere Nutzung des Gebäudes werden nach dem Ankauf konkretisiert.

Das Schloss befand sich bislang im Eigentum der Schlossquartier Singen GmbH & Co. KG, an der die gräfliche Familie Vetter von der Lilie und die PRISMA Unternehmensgruppe je zur Hälfte beteiligt sind. Die Dornbirner PRISMA Unternehmensgruppe gestaltet vielfältige und lebendige Stadtquartiere, heute an mehr als 40 Standorten mit über 100 Gebäuden

Nach dem Verkauf von Schloss und Schlosspark konzentriert sich die Gesellschaft auf die weitere Entwicklung der noch unbebauten Grundstücke des Schlossquartiers an der Schaffhauser Straße. Mit Rathaus, Stadthalle, Stadtpark und Aachbad in wenigen Gehminuten und der Natur gleich nebenan soll hier ein vielfältiger und zukunftsfähiger Ort entstehen, ganz im Sinne der 15-Minuten-Stadt.