Hitzeaktionsplan verabschiedet : Singen stärkt den Hitzeschutz

Mit einem neuen Hitzeaktionsplan baut die Stadt Singen den gesundheitlichen Schutz bei zunehmender Hitze weiter aus.

Der Gemeinderat der Stadt Singen hat am 29. September einen Hitzeaktionsplan verabschiedet. Damit will die Stadt den gesundheitlichen Hitzeschutz weiter ausbauen und sich besser auf zunehmende Hitzeperioden vorbereiten.

„Mit dem Hitzeaktionsplan stärken wir die gesundheitliche Vorsorge in Singen: Wir informieren über den richtigen Umgang mit Hitze, machen kühle Orte sichtbar und wollen besonders gefährdete Menschen noch besser erreichen“, sagt der Leiter der Stabstelle Klimaschutz und Klimaanpassung, Tobias Herbst.

Die Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 des Bundes bewertet gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Hitze bereits heute als hohes Risiko und sieht hier einen besonders dringenden Handlungsbedarf. Wie wichtig die Hitzevorsorge ist, hat der vergangene Sommer gezeigt: 2026 wurden in Singen 53 heiße Tage mit Temperaturen von mindestens 30 Grad registriert. Im Vergleichszeitraum von 1971 bis 2000 waren es durchschnittlich nur fünf heiße Tage pro Jahr. Besonders hohe gesundheitliche Risiken bestehen unter anderem für ältere und pflegebedürftige Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte sowie Menschen in belastenden Wohn- und Lebenssituationen.

In den kommenden Jahren sollen bestehende Angebote weiterentwickelt und zusätzliche Maßnahmen umgesetzt werden. Ein Beispiel ist die Karte der kühlen Orte. Sie zeigt konsumfreie, öffentlich zugängliche Orte in Singen, an denen Menschen an heißen Tagen Abkühlung finden – etwa schattige Plätze, Trinkwasserbrunnen oder angenehm kühle Aufenthaltsorte. Die Karte soll weiterentwickelt und noch bekannter gemacht werden. Auch besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Seniorinnen und Senioren sollen künftig noch gezielter mit Informationen zum Hitzeschutz erreicht werden.

Der Hitzeaktionsplan ergänzt das Klimaanpassungskonzept der Stadt Singen aus dem Jahr 2024. Während dort langfristige bauliche und stadtplanerische Maßnahmen zur Anpassung an Hitze verankert sind, richtet sich der Hitzeaktionsplan unmittelbar auf den Schutz der menschlichen Gesundheit.