Drei Feuerwehrfahrzeuge für die Partnerstadt Kobelyaky

Eine Singener Delegation mit OB Häusler übergab nach 2.500 Kilometern Reise drei Feuerwehrfahrzeuge an die Partnerstadt Kobelyaky.

Die Hilfsdelegation auf dem Weg zum Übergabeort an der slowakisch-ukrainischen Grenze (von links): Joshua Baumer, Kurt Scheffold, Uwe Lüthy, Helmut Beyl, Wolfgang Werkmeister, Heiko Bismark, Markus Maurer und Oberbürgermeister Bernd Häusler.
Die Hilfsdelegation auf dem Weg zum Übergabeort an der slowakisch-ukrainischen Grenze (von links): Joshua Baumer, Kurt Scheffold, Uwe Lüthy, Helmut Beyl, Wolfgang Werkmeister, Heiko Bismark, Markus Maurer und Oberbürgermeister Bernd Häusler.

Nach mehr als 100 Stunden Reisezeit, rund 2.500 zurückgelegten Kilometern und zahlreichen organisatorischen Herausforderungen konnte eine Hilfsdelegation bestehend aus sieben Feuerwehrkameraden und Oberbürgermeister Bernd Häusler aus Singen an der slowakisch-ukrainischen Grenzen drei Feuerwehrfahrzeuge an Freunde aus der Partnerstadt Kobelyaky übergeben.

Neben Viktor Popruga freuten sich die Bürgermeister aus Kobelyaky: Vasyl Kiptilo, der Bürgermeister von Biliky: Mykola Skrylnyk in Anwesenheit des Bürgermeisters aus dem Grenzort Uschhorod: Bohdan Andrijiv über eine Drehleiter DLK 18/12 aus Gottmadingen, ein Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 aus Steißlingen und ein Einsatzleitwagen aus Singen sowie eine Vielzahl an Ausrüstungsgegenständen.

Häusler dankte allen Beteiligten, die diese Reise bewältigt und jedes aufkommende Problem gemeistert haben, für das unglaubliche ehrenamtliche Engagement und all jenen, die uns bei diesem Hilfstransport und den vorangegangenen unterstützt haben. Sein Dank galt zudem den beiden Nachbarkommunen Gottmadingen und Steißlingen für die Überlassung der Fahrzeuge zu einem sehr günstigen Preis.

Seit Kriegsbeginn 2022 gab es aus Singen fünf Hilfstransporte und drei Fahrzeugtransporte nach Kobelyaky und Umgebung. Darunter Feuerwehrzeuge von Maggi, der Feuerwehr Engelsbrand und Singen. Möglich war dies aufgrund der hohen Spendenbereitschaft der Bevölkerung von 200.000 Euro, Sachspenden von Singener Unternehmen und der ehrenamtlichen Leistung von Freiwilligen. Hier ist Wolfgang Werkmeister hervorzuheben, der bei allen Fahrzeugtransporten federführend mit vor Ort war. Mitorganisator war Heiko Bismarck von der Feuerwehr Engelsbrand. Laut Werkmeister habe diese Reise uns allen viel abverlangt – körperlich, organisatorisch und emotional, aber sie habe gezeigt, was möglich sei, wenn viele Menschen zusammenstehen.

Da die Wartezeiten und Formalitäten am Zoll deutlich länger als erwartet dauerten, konnte die Delegation zu Fuß über die Grenze in die Ukraine reisen und sich im Grenzort Uschhorod mit der ukrainischen Delegation bestehend aus den Bürgermeistern von Kobelyaky und Biliky austauschen.

Ein besonders emotionaler Moment für Oberbürgermeister Häusler und die Teilnehmer war der gemeinsame Besuch eines Soldatenfriedhofs, bei dem Blumen niedergelegt und Kerzen entzündet wurden. „Die vielen gefallenen jungen Männer in einem unnötigen und verbrecherischen Krieg. Und das Wiedersehen mit Freunden aus Kobelyaki, ein Zeichen gelebter Freundschaft zwischen unseren Städten. Ganz im Sinne von Willi Waibel, der diese Partnerschaft vor über drei Jahrzehnten begründet hat“, fasst Häusler zusammen.