„Archiv-Füchse“: Neues Angebot des Stadtarchivs für Grundschulen

Die „Archiv-Füchse“ bringen Grundschulkindern die Aufgaben des Stadtarchivs auf spielerische Weise näher.

Mit den „Archiv-Füchsen“ bietet das Stadtarchiv Singen seit Anfang des Jahres ein neues archivpädagogisches Angebot für Grundschüler an. In dem rund 45-minütigen Besuch lernen die Kinder die Aufgaben eines Archivs kennen und erhalten spannende Einblicke in die im Magazin verwahrten Bestände.

„Im Vordergrund steht dabei der Dialog mit den Kindern: Welches Wissen über das Archiv bringen sie schon mit? Wie sind ihre Vorstellungen darüber, woher die Unterlagen kommen und wie diese aufbewahrt werden?“, beschreibt Stadtarchivarin Britta Panzer das Konzept der Archiv-Füchse.

Am 24. Juni besuchten zwei 2. Klassen der Waldeck-Schule das Stadtarchiv, um das neue Angebot kennenzulernen. Im Magazin erfuhren die Schülerinnen und Schüler, welche Aufgaben ein Stadtarchiv übernimmt und wie historische Unterlagen dauerhaft aufbewahrt werden. Auf die Frage von Archivmitarbeiterin Jennifer Bach, woher die im Magazin verwahrten Unterlagen kommen, antwortete ein Schüler: „Direkt vom Bürgermeister!“ Bei der Vorstellung eines Geburtenregisters entdeckten die Kinder eine ihnen unbekannte Handschrift. Sie waren sehr überrascht, als Jennifer Bach ihnen erklärte, dass es sich dabei um deutsche Schreibschrift handelt, die Archivarinnen und Archivare während ihrer Ausbildung lesen lernen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Fotosammlung des Stadtarchivs. Hierbei stellte Archivmitarbeiterin Selina Mitchell den Kindern verschiedene Fotoarten wie Glasplattennegative, Dias und Fotoabzüge vor und erklärte, warum und wie diese verpackt werden. Anschließend durften die Kinder selbst historische Aufnahmen der Waldeck-Schule aus der Fotosammlung heraussuchen und im Benutzersaal betrachten. Die Kinder taten dies mit großer Begeisterung und stellten zahlreiche Fragen wie beispielsweise „War die Welt früher auch in schwarz/weiß?“ Eine Schülerin merkte an, dass „die Klassenzimmer auf den Fotos gruselig aussehen“.

Auch in der abschließenden Fragerunde zeigten die Grundschüler ihre Neugier. Sie wollten unter anderem wissen: „Gibt es hier auch Knochen von Dinosauriern?“ oder „Habt ihr im Magazin keine Angst?“ Die vielen Fragen und die große Begeisterung der Kinder zeigten, wie spannend Geschichte zum Anfassen sein kann.

Das 45-minütige Angebot richtet sich an Grundschulklassen ab der zweiten Klasse. Interessierte Schulen können den Besuch direkt beim Stadtarchiv per E-Mail anfragen.

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