Vielschichtiges Modellprojekt im Masurengebiet

Die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker besuchte das Klimopass-geförderte Projekt im Singener Masurengebiet. 

Umweltministerin Thekla Walker und Singens Bürgermeister Marcus Röwer gemeinsam mit Gemeinderäten und Fachplanern beim symbolischen Spatenstich für das bereits begonnenen Modellprojekt im Masurengebiet.
Umweltministerin Thekla Walker und Singens Bürgermeister Marcus Röwer gemeinsam mit Gemeinderäten und Fachplanern beim symbolischen Spatenstich für das bereits begonnenen Modellprojekt im Masurengebiet.

Beim Straßenbau geht es heute um mehr als Kanalerneuerung und Asphaltschicht. Klimaschutz, Klimaanpassung, Wärmewende und Schwammstadt sind Themen, die im Masurengebiet in der Singener Südstadt ebenso berücksichtigt werden. Im Zuge ihrer Sommertour zu Kommunen und Projekten, die bei Klimaanpassung, Energiewende und Umweltschutz als Vorreiter gelten, besuchte die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker deshalb das durch Klimopass-geförderte Projekt in Singen. Die Landesförderung soll nach den Worten der Ministerin künftig schneller werden und auch weiter aufgestockt werden, da es hierbei um Gesundheitsschutz und die verbesserte Lebensqualität angesichts der Hitzeperioden der Bewohner in ganz Baden-Württemberg gehe.

Laut Stadtplanerin Sandra Schupp war im Vorfeld viel Abstimmung notwendig, um das Modellprojekt umzusetzen. Hieran seien neben dem regionalen Energieversorger, der hier ein Nahwärmenetz plant, den Stadtwerken, den Abteilungen Straßenbau und Stadtplanung auch die sozialen Einrichtungen im Quartier beteiligt gewesen, so Schupp. Insgesamt werden rund 3.500 m² Flächen entsiegelt und durch Grünstreifen, Baumneupflanzungen und versickerungsfähiges Fugenpflaster neu gestaltet. Nach dem Schwammstadtprinzip soll Wasser damit länger in der Fläche gehalten werden, statt schnell abzufließen. Durch Verdunstung und Verschattung wird so ein wirkungsvoller Kühlungseffekt erzielt werden.

Bürgermeister Marcus Röwer dankte der Ministerin für die Landesförderung, durch die die blaugrüne Infrastruktur in Singen weiter ausgebaut werden könne. Dank des Klimopass und der Förderung durch den Bund seien in Singen u.a. bislang die Klimaanalyse (2018), das Klimaanpassungskonzept (2024) und nach der Sommerpause der Hitzeaktionsplan möglich geworden, ergänzte der Leiter der Stabstelle Klimaschutz und Klimaanpassung, Tobias Herbst.