Kinder- und Jugendfest: Starkes Plädoyer für die KiJu-Karte

Das erste KiJu-Fest in der Singener Scheffelhalle begeisterte Kinder, Jugendliche und Eltern mit bunten Mitmachaktionen, Zaubershows und jeder Menge Unterhaltung. 

Die Organisatoren von Kinderchancen begrüßen zusammen mit Singener Gemeinderäten und Bürgermeister Marcus Röwer die zahlreichen Gäste beim KiJu-Fest in der Scheffelhalle.
Die Organisatoren von Kinderchancen begrüßen zusammen mit Singener Gemeinderäten und Bürgermeister Marcus Röwer die zahlreichen Gäste beim KiJu-Fest in der Scheffelhalle.

Von überall strömten am zweiten Oktobersamstag Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern in die Scheffelhalle und hatten beim ersten KiJu-Fest viel Spaß bei tollen Mitmachangeboten: Geschicklichkeits-Parcours, Airbrush-Tattoos, Zaubershows, Talentbühne, Flashmob und vieles mehr.

Organisiert vom Team Kinderchancen, unterstützt von der Stadt Singen und in Kooperation mit der Tafel Singen, war das Fest eine Möglichkeit, die KiJu-Karte und ihre Wirkung vor Ort kennenzulernen. Die Karte ermöglicht vielen Kindern und Jugendlichen in Singen den Zugang zu Freizeit, Sport, Kultur, Bildung und Begegnung – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Familien.

Zehn Mütter, alle in Ausbildung, Arbeit oder Elternzeit, berichteten beim Austausch mit Gemeinderäten und Bürgermeister Marcus Röwer aus ihrem Alltag und machten deutlich, wie viel die Karte für ihre Familien bedeutet. „Alle Kin-er haben das Recht, die gleichen Chancen zu haben.“ Mit diesen Worten brachte eine Mutter auf den Punkt, worum es geht. Eine andere Mutter betonte, wie wichtig es sei, dass Kinder Alternativen zu digitalen Angeboten haben. Dank der KiJu-Karte könnten ihre Kinder regelmäßig Sport treiben. Alle brachten ihre Dankbarkeit dafür zum Ausdruck, dass ihre Kinder gemeinsam mit anderen Freizeitangebote wahrnehmen, Interessen und Talente entdecken und Teil einer Gemeinschaft sein können.

Die KiJu-Karte, die jährlich recht unbürokratisch neu ausgestellt werden muss, weil bestimmte Voraussetzungen an die Bewilligung geknüpft sind, wird jedes Jahr von knapp 1.000 Kindern und Jugendlichen von 0 bis 17 Jahren in Singen genutzt, erklärte Alexandra Guldin von Kinderchancen. Sie bietet deutliche Preisnachlässe bei etwa 200 Angeboten.

Ermäßigungen gibt es mit der KiJu-Karte beispielsweise bei Sportvereinen, der Jugendmusikschule, im Schwimmbad oder beim Ferienprogramm. Wie der Vorsitzende des Stadtturnvereins, Thorsten Rauber, erklärte, nutzten etwa 60 Kinder die Karte, ob für Kinderturnen oder Leistungssport. Hierdurch ermäßige sich der Jahresbeitrag von 72 auf 10 Euro. Sehr beliebt ist auch das Busticket ab 14 Uhr oder ein Rabatt im Kino sowie beim Bowling. Diesen tragen die privaten Anbieter jedoch selbst, so Guldin. Sie würde sich freuen, wenn noch mehr private Anbieter für die KiJu-Karte gewonnen werden könnten.

Die Stadt Singen stellt die finanziellen Mittel für die KiJu-Karte bereit. Doch erst durch die großzügigen Preisnachlässe und das Engagement der Kooperationspartner wird dieses Angebot in seiner Vielfalt möglich. Sie alle tragen dazu bei, dass Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

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