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Johanna Volz
Klimaschutzmanagerin
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FairCup®-Mehrweg-Pfandsystem

320.000 Coffee-to-go-Becher werden in Deutschland stündlich weggeworfen und landen nicht selten auf Grünflächen, Äckern oder am Straßenrand. Rechnet man den Abfall aus Takeaway-Einwegverpackungen für Essen hinzu, kommen täglich 770 Tonnen Verpackungsmüll in Deutschland zusammen. Müllberge, die sich durch ein Mehrweg-Pfandsystem leicht vermeiden ließen.

Wir wollen in Singen mit gutem Beispiel vorangehen und Einweg-Essensverpackungen und –Becher durch eine pfandbasierte umweltfreundliche Mehrweg-Variante ersetzen.

Damit zukünftig in vielen Bäckereien und Gastronomiebetrieben Essen und Trinken in Mehrweg angeboten wird, fördert die Stadt die Unternehmen bei der Einführung des FairCup®-Systems. Erfahren Sie jetzt mehr über dieses Programm.

Informationen zum Förderprogramm „Zuschuss für FairCup®-Mehrweg-Pfandsystem“

Die Stadt Singen fördert örtliche Unternehmen bei der Einführung des FairCup®-Mehrweg-Pfandsystems für To-Go-Getränke und –Essen mit einem einmaligen Zuschuss von bis zu 570€. Darüber hinaus werden teilnehmende Betriebe logistisch und mit Werbemitteln von der Stadt unterstützt. 

FairCup® hat sich bei einer stichprobenartigen Befragung lokaler Betriebe als präferiertes System herausgestellt. Die FairCups sind vielseitig einsetzbar: Ganz egal ob Eis, Müsli, Antipasti, Aufstriche, Cocktails, Bier oder Kaffee – für alle Leckereien findet sich ein passender Becher, der sowohl mit einem Trinkdeckel (mit Trinköffnung), als auch einem Verschlussdeckel bestückt werden kann. Ebenso sind FairBoxen in zwei Größen erhältlich.

So funktioniert das FairCup®-System

So funktioniert das FairCup®-System
Quelle: FairCup®

Für 1€ Pfand erhalten Sie einen der bunten FairCup®-Becher, für 50ct gibt’s einen Deckel dazu. Nach dem Kaffeegenuss bringen Sie beides einfach wieder zu einem der teilnehmenden Betriebe zurück und erhalten das Pfand erstattet. Die Becher werden hygienisch gespült und können an die nächsten Kunden ausgegeben werden. Die FairBoxen kosten übrigens 4€ Pfand, 2€ für die Box und 2€ für den Deckel.

Welche Unternehmen machen beim FairCup®-System mit?

Die Karte zeigt alle Unternehmen in Singen, die am FairCup®-System teilnehmen. Dort kann man Mehrwegbecher bekommen und auch wieder zurückgeben.

Sind FairCup®-Becher überhaupt klimafreundlicher als (kompostierbare) Einwegbecher?

Die FairCup®-Becher und –Boxen bestehen aus 100% recyceltem Polypropylen und können bis zu 1000 Mal wiederverwendet werden. Sie werden in Deutschland produziert und sind mit dem „Blauen Engel“, einem Umweltzeichen für besonders umweltschonende Produkte, ausgezeichnet. Auch wenn Becher verfärbt oder beschädigt sind, sorgt FairCup® dafür, dass sie zu 100% recycled und weiterverarbeitet werden.

Durch ihre häufige und vielseitige Nutzung weisen die FairCup®-Becher eine deutlich bessere Ökobilanz auf als herkömmliche Einwegbecher aus beschichteter Pappe oder vermeintlich biologisch abbaubaren Materialien wie Mais-/ Kartoffelstärke, Bambus, Zuckerrohr usw. Diese Becher brauchen sehr viel mehr Zeit zum Kompostieren als Küchenabfälle. Deswegen können sie von den Kompostieranlagen des Landkreises nicht verarbeitet werden und landen ausnahmslos in der Restmüllverbrennung.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie bei den Stadtwerken.

Auch der Staat tut etwas gegen die Einweg-Flut…

Die Einwegkunststoffverbotsverordnung forciert ab Juli 2021 die Nutzung klimafreundlicher Alternativen, da von diesem Zeitpunkt an u.a. Besteck, Trinkhalme und Rührstäbchen aus Plastik verboten sein werden.

Ein neues Verpackungsgesetz wird ab 2023 regeln, dass Betriebe, die Essen in Einwegverpackungen bzw. –becher abfüllen, auch immer eine Mehrwegalternative anbieten müssen. Diese Mehrwegalternativen sind in der Regel kostengünstiger als die derzeit gängigen Einwegprodukte und schonen somit nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.