Orange Day: Gemeinsam Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen

Anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen werden am 29. November Orangen mit dem Motto "Stoppt Gewalt" in der Singener Innenstadt verteilt, Gespräche geführt und auf Hilfestellen hingewiesen.

Sie machen in Singen auf den internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen aufmerksam (von links): Linda Kelmendi, Petra Martin-Schweizer, Carmen Kilzer, Verena Ilg, Isabella Eisenhart, Marcel Da Rin, Eva Krause, Dr. Ulrike Roczyn.
Sie machen in Singen auf den internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen aufmerksam (von links): Linda Kelmendi, Petra Martin-Schweizer, Carmen Kilzer, Verena Ilg, Isabella Eisenhart, Marcel Da Rin, Eva Krause, Dr. Ulrike Roczyn.

Zum diesjährigen Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der jedes Jahr am 25. November stattfindet, geht ein Team in Singen am Samstag, 29. November, auf die Straße, um in der Öffentlichkeit ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. An diesem Tag werden zwischen 10 und 12 Uhr in der Singener Innenstadt Orangen mit dem Motto „Stoppt Gewalt“ verteilt, Gespräche geführt und auf die Hilfestellen hingewiesen.

Mit dabei ist auch der Zonta-Club Hegau-Bodensee, der mit dem Motto „Zonta says NO“ die Aktivitäten gegen Gewalt an Frauen unterstützt. Neben dem Aufmerksam-machen auf Hilfestellen und das Handzeichen bei Gewalt, ist Zonta im Kreis Konstanz auch mit der orangenen Illumination der Imperia in Konstanz aktiv. Unter dem Motto „Beat the Beat – Not Women“ lädt der Zonta Club Hegau-Bodensee zu einem besonderen After-Work-Abend im „Zwölfe“ in Singen am Freitag, 28. November, ab 18 Uhr ein. 

Die Singener Kriminalprävention (SKP) mit Marcel Da Rin möchte dauerhaft ein Zeichen in Singen setzen und sagt deutlich: „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen“. Eine rote Bank mit dieser Aufschrift wurde angeschafft und wird in Zukunft ganzjährig als Symbol in der Öffentlichkeit zu sehen sein.

Auch die Abteilung Integration und Partizipation der Stadt Singen beteiligt sich an der Aktion und setzt sich für die Vernetzung und Stärkung von Frauen unterschiedlicher Herkunft ein. „Der 25. November erinnert uns daran, dass Gewalt an Frauen kein Randthema ist. Es betrifft auch viele Frauen mit Migrationsgeschichte, die oft zusätzliche Hürden haben, Hilfe zu suchen. Wir wollen ihnen Mut machen, sich zu vernetzen, Unterstützung einzufordern und sichtbar zu sein“, erklärt Linda Kelmendi, Abteilung Integration und Partizipation der Stadt Singen.

„Fast jeden Tag stirbt eine Frau in Deutschland an den Folgen häuslicher oder partnerschaftlicher Gewalt“, so Petra Martin-Schweizer, die Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Konstanz. „Die Gewalttaten gegen Frauen, auch in digitaler Form, und die politisch motivierten frauenfeindlichen Straftaten steigen rasant.“ Der Landkreis Konstanz und die Stadt Singen machen sich schon seit Langem stark gegen Gewalt an Frauen. Daher will man mit der Aktion in der Singener Innenstadt gemeinsam viele Menschen erreichen, nach dem Motto: „Null Toleranz bei Gewalt an Frauen“.