CO2-Bilanz der Stadt Singen von 2014 - 2017

Die Energieagentur Kreis Konstanz hat in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauen und Umwelt die Entwicklung der CO2-Bilanz der Stadt Singen für die Jahre 2014 - 2017 vorgestellt.

Die Energieagentur Kreis Konstanz hat in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bauen und Umwelt am 17. November 2021 die Entwicklung der CO2-Bilanz der Stadt Singen für die Jahre 2014 bis 2017 vorgestellt. Seit 2014 sind der Endenergieverbrauch der Stadt Singen und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen (THG) leicht aber kontinuierlich gestiegen. Betrug der Endenergieverbrauch in Singen 2014 noch ca. 1.602.704 MWh bzw. 543.166 Tonnen THG-Emissionen, stiegen diese Werte 2017 an auf ca. 1.741.900 MWh Energie, was etwa 566.000 Tonnen THG-Emissionen entspricht.

Differenziert werden die Sektoren „Private Haushalte“, „Verarbeitendes Gewerbe/Industrie“, „Gewerbe/Handel/Dienstleistungen“, „Kommunale Liegenschaften“ sowie „Verkehr“. Der Anstieg ist maßgeblich auf den Sektor "Verarbeitendes Gewerbe/Industrie“ zurückzuführen, der beim Endenergieverbrauch pro Beschäftigten weit über dem Landesdurchschnitt liegt. Auch der Sektor „Gewerbe/Handel/Dienstleistungen“ verzeichnet einen leichten Anstieg, liegt insgesamt aber unter dem Landesdurchschnitt. Es ist hervorzuheben, dass auch die Anzahl der Beschäftigten in diesen Sektoren kontinuierlich ansteigt.

Nach einer Steigerung des Endenergieverbrauchs in den Sektoren „Private Haushalte“ und „Verkehr“ von 2014 auf 2015, sind diese bis 2017 wieder leicht rückläufig und liegen, bis auf den privaten Wärmeverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche, unter dem Landesdurchschnitt. Hervorzuheben ist der Rückgang im Verkehrssektor trotz einer stetig steigendenden Anzahl der angemeldeten PKW und der gefahrenen Kilometer (privat und beruflich) seit 2014. Der Endenergieverbrauch der „Kommunalen Liegenschaften“ ist über die Jahre nahezu gleichgeblieben.

Die Aufteilung des Endenergieverbrauchs nach Energieträgern zeigt, dass der Erdgasverbrauch mit knapp 50 Prozent den größten Teil der Endenergie einnimmt. Der Anteil an Fernwärme und sonstigen Energieträgern liegt im Verhältnis unter einem Prozent. Der Großteil der Treibhausgasemissionen ergibt sich aus den Energieträgern Gas und Kohle. An dritter Stelle folgen die Kraftstoffe aus dem Bereich Verkehr.

Der Strombedarf von ca. 185.529 MWh wurde in Singen 2017 zu gut 18 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt, was vier Prozentpunkte unter dem Landesdurchschnitt liegt. Der Wärmeverbrauch lag in Singen 2017 bei ca. 1.338.018 MWh und wurde zu knapp zwei Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt. Der Wert liegt weit unter dem Durchschnittswert des Landes Baden-Württemberg von knapp 16 Prozent.

Die CO2- und Energiebilanzierung aller anfallenden Emissionen auf dem Gebiet der Stadt Singen erfolgt seit 2012 jährlich. Die Bilanz beruht auf Daten der lokalen Energieversorger bzw. Netzbetreiber, der Singener Schornsteinfeger, der Stadtverwaltung sowie des Landesamtes für Statistik, der LUBW und der KEA BW. Mit den CO2-Bilanzen für die Jahre 2018 und 2019 ist voraussichtlich Ende nächsten Jahres zu rechnen.

Die gesamte CO2-Bilanz kann hier heruntergeladen werden. (1,5 MB)